Taglilie (Hemerocallis) – robuste Blütenstaude mit natürlicher Anmut Einleitung
Die Taglilie gehört zu jenen Stauden, die sich leise, aber nachhaltig im Garten behaupten. Ihre Blüten öffnen sich nur für einen Tag – und doch prägt ihr eleganter Auftritt das Beet über Wochen hinweg. Robust, langlebig und erstaunlich anpassungsfähig begleitet Hemerocallis sonnige wie halbschattige Gartenbereiche mit einer natürlichen Selbstverständlichkeit, die sie seit Jahrzehnten zu einer geschätzten Gartenpflanze macht.
Herkunft & botanisches Porträt
Die Gattung Hemerocallis stammt ursprünglich aus Ostasien und ist botanisch keine Lilie, auch wenn Blütenform und Name dies vermuten lassen. Charakteristisch sind die grasartigen, schmalen Blätter, die dichte, bogig überhängende Horste bilden. Aus ihnen erheben sich im Frühsommer bis Hochsommer blattlose Blütenstiele, an deren Spitzen sich fortlaufend neue Knospen öffnen. Jede einzelne Blüte währt nur einen Tag, doch durch die Vielzahl an Knospen bleibt die Blütenwirkung lange erhalten. Farblich reicht das Spektrum von zarten Gelbtönen bis zu warmen Orange- und Kupfernuancen.
Standort & Boden
Taglilien bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort, zeigen sich aber insgesamt ausgesprochen tolerant. Ein frischer, durchlässiger Gartenboden mit gutem Nährstoffangebot ist ideal, doch auch in weniger perfekten Böden wachsen sie zuverlässig. Staunässe sollte vermieden werden, längere Trockenphasen werden nach der Etablierung gut überstanden.
Pflanzung & Pflege
Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr oder Herbst. Einmal eingewachsen, benötigen Taglilien kaum Pflege. Ein Rückschnitt des Laubes im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr genügt, um Platz für den frischen Austrieb zu schaffen. Eine gelegentliche Kompostgabe im Frühjahr fördert Vitalität und Blühfreude, ist aber kein Muss – Hemerocallis gehört zu den angenehm anspruchslosen Gartenbewohnern.
Wuchsverhalten & Überwinterung
Taglilien wachsen horstig und werden mit den Jahren zunehmend kräftiger, ohne dabei lästig zu werden. Sie sind vollständig winterhart und treiben nach kalten Wintern zuverlässig wieder aus. Eine Teilung älterer Horste ist nur bei Platzmangel oder zur Vermehrung notwendig.
Insektenwert
Die offen aufgebauten Blüten sind gut zugänglich und bieten Nektar sowie Pollen für verschiedene Insekten. Besonders Wildbienen und Schwebfliegen nutzen das Blütenangebot gern, vor allem in naturnahen Pflanzungen.
Kleine Taglilie · Hemerocallis minor · Saatgut von Gartenzauber
Die Kleine Taglilie (auch genannt: Stern-Taglilie, Kleinblütige Taglilie, Zwerg-Taglilie) begeistert mit ihren leuchtend goldgelben Blüten, die anmutig über dem schmalen, grasartigen Laub schweben. Ihre zarten, trompetenförmigen Blüten öffnen sich an sonnigen Tagen und verleihen dem Garten eine natürliche, heitere Ausstrahlung. In Gruppen gepflanzt entsteht ein lebendiges Spiel aus Farbe und Form, das besonders in Staudenbeeten oder am Teichrand seine Wirkung entfaltet. Mit ihrer robusten, pflegeleichten Art und der langen Blütezeit ist die Taglilie ein strahlender Blickfang, der jedem Garten sommerliche Wärme und Eleganz schenkt.
Details:
Ansaat im Haus/Gewächshaus: März bis April
Aussaat im Freiland: April bis Mai
Keimdauer: 14-21 Tage, ca. 18-20°C
Saattiefe: Maximal 0,5 cm
Wuchshöhe: 40 cm
Pflanzabstand: 20 cm
Blütengröße: 7 cm
Blütezeit: Mai bis Juni
Boden: durchlässig, humos, mäßig feucht
Düngung: Mit Kompost
Standort: Sonne, Halbschatten
Wasserverbrauch: Mittel
Anbautipps:
Die Hemerocallis minor gedeiht am besten in lockerem, humosem und gut durchlässigem Boden; Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Verblühte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden, um die Blütezeit zu verlängern, und im Frühjahr kann eine leichte Kompostgabe oder Düngung das Wachstum unterstützen. Alle paar Jahre empfiehlt sich das Teilen der Horste, um die Vitalität und Blühfreude der Pflanze zu erhalten.
Verwendung:
Schnittblume
Insektenfreundlich
Beutelinhalt:
ca. 10 Samen
Kühl und trocken lagern.
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Erfahre im Gartenzauber-Pflanzenportrait, was die Taglilie (Hemerocallis) zu einer besonders robusten und langlebigen Staude macht, welche Standorte sie bevorzugt und mit welchen Pflanzen sie sich harmonisch kombinieren lässt.
👉 Zum Pflanzenportrait der TaglilieVerwendung & Pflanzpartner
Taglilien (Hemerocallis) zählen zu den besonders anpassungsfähigen Gartenstauden und fühlen sich an sonnigen bis halbschattigen Standorten am wohlsten. Ihre Wirkung entfalten sie vor allem in Pflanzungen mit Stauden, die ähnliche Ansprüche an einen nährstoffreichen, frischen und nicht zu trockenen Boden stellen. Das schmale, grasartige Blattwerk und die klar aufgebauten Blüten machen sie zu vielseitigen Gestaltungspartnern, die sich sowohl ruhig integrieren als auch gezielt als Kontrast einsetzen lassen.
Eine besonders harmonische Ergänzung sind locker aufgebaute Ziergräser wie Lampenputzergras oder Rutenhirse. Sie nehmen die Linienführung des Laubes auf, bringen Leichtigkeit ins Beet und sorgen für eine lebendige Struktur. Als blühende Begleiter eignen sich Stauden mit deutlich abweichendem Erscheinungsbild: hoch aufragende Blütenstände von Rittersporn, Ehrenpreis oder Astilben setzen vertikale Akzente, während Schafgarbe oder Fetthenne mit ihren flächig wirkenden Blütenformen für Ruhe und Ausgleich sorgen. Sonnenhut, Sonnenauge oder Margeriten greifen die sommerliche Blütezeit auf und schaffen klare, ausgewogene Farbstimmungen.
Da Taglilien ihren Blütenhöhepunkt im Sommer erreichen, lassen sie sich sehr gut mit früher blühenden Stauden kombinieren. Schwertlilien erweitern das Zeitfenster der Blüte nach vorne und verbinden die Jahreszeiten im Beet auf natürliche Weise.
In hellen Schattenlagen können sie mit Funkien kombiniert werden; dort tritt die Blüte etwas in den Hintergrund, während das frische Blattwerk zuverlässig Struktur und Ordnung in die Pflanzung bringt.
Taglilien bei Gartenzauber
In unserem Sortiment führen wir Saatgut der Kleinen Taglilie (Hemerocallis minor) – einer zierlichen, botanischen Art mit feinen gelben Blüten und natürlichem Charakter. Aus Samen gezogene Taglilien entwickeln sich zunächst langsam und erreichen ihre Blühfähigkeit meist nach zwei bis drei Jahren. Die daraus entstehenden Pflanzen sind langlebig, robust und fügen sich besonders schön in naturnahe Gärten, kleinere Beete und zurückhaltend gestaltete Pflanzungen ein.
Text: Gartenzauber












