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Akelei (Aquilegia) – giftige Staude mit zauberhafter Blüte

Sie trägt Namen wie Elfenhandschuh, Teufelsglocke oder Schwizerhose – und so außergewöhnlich wie ihre volkstümlichen Bezeichnungen ist auch ihr Erscheinungsbild. Die Akelei (Aquilegia) zählt zu den faszinierendsten Stauden des Frühsommers: filigrane Blüten, teils gefüllt wie kleine Röcke, in Farben von zartem Pastell bis tiefem Purpur. Hinter ihrer zarten Schönheit verbirgt sich eine lange Kulturgeschichte – und ein Hauch von Geheimnis.

Schon im Mittelalter wurde die Akelei als Heilpflanze, Symbolpflanze und Zierde geschätzt. Heute begeistert sie vor allem durch ihre Sortenvielfalt, ihren natürlichen Charme und ihre Fähigkeit, sich in naturnahen Gärten immer wieder neu zu erfinden.

Akelei Aquilegia Vulgaris Rose Barlow von Gartenzauberhutterstock
Akelei · Aquilegia vulgaris 'Nora Barlow' © Gartenzauber

Zauberhafte Blüte mit vielen Gesichtern

Im späten Frühling, meist von Mai bis Juni, scheinen die Einzelblüten der Akelei fast über dem Laub zu schweben. Ihre charakteristischen Sporne erinnern an Adlerkrallen – vermutlich der Ursprung des botanischen Namens Aquilegia (von aquila = Adler). Andere deuten ihn als „Wasserbehälter“, da sich Regen und Tau in den Blüten sammeln.
Die Formenvielfalt ist beeindruckend: von zart gespornten, einfachen Blüten bis hin zu dicht gefüllten, fast rokokohaften Sorten. Jede Pflanze wirkt ein wenig anders – und genau das macht ihren Reiz aus.

Historischer Liebling mit geheimnisvoller Vergangenheit

Akeleien gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse und sind in allen Pflanzenteilen giftig. Dennoch spielten sie in der Garten- und Kulturgeschichte eine bedeutende Rolle. In Kloster- und Bauerngärten wurden sie bereits im 16. Jahrhundert kultiviert, besonders wegen ihrer dekorativen Blüten und symbolischen Bedeutung.
Gefüllte Sorten wie die historischen Barlow-Akeleien galten lange als Sinnbild für Eleganz und Romantik – Eigenschaften, die sie bis heute in moderne Gärten einbringen.

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Sortenvielfalt der Akelei

Die Gattung Aquilegia ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet und zeigt eine große Bandbreite an Wuchsformen und Blütenstilen. In unseren Gärten haben sich vor allem folgende Gruppen bewährt:

Gefüllte Akeleien (Aquilegia vulgaris)
Diese Sorten zeichnen sich durch kompakte Wuchsformen und dicht gefüllte Blüten aus. Besonders beliebt sind die nostalgischen Barlow-Sorten:
Black Barlow – tiefdunkel, fast schwarz
Nora Barlow – zart rosa-grün
Rose Barlow – warmes Rosé
White Barlow – elegant und reinweiß

Langgespornte Akeleien
Dazu zählen unter anderem moderne Züchtungen wie die Akelei ‘Kristall’ (Aquilegia caerulea-Hybr.), die mit klaren Farben und eleganten Blütenformen überzeugt.

Kompakte Sorten & Serien
Die Spring-Magic-Serie (Aquilegia flabellata) eignet sich besonders gut für kleinere Gärten, Beeteinfassungen oder halbschattige Lagen.

Standort, Pflege & Pflanzpartner

Die Akelei bevorzugt einen lichten Schatten bis Halbschatten, etwa unter Gehölzen oder am Rand größerer Staudenpflanzungen. Am besten gedeiht sie in frischem, humosem und gut durchlässigem Boden, der gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein sollte. In längeren Trockenphasen freut sie sich über gelegentliche Wassergaben, Staunässe verträgt sie jedoch nicht.

Da Akeleien zu den eher kurzlebigen Stauden zählen, sorgt ihre Selbstaussaat dafür, dass sie sich im Garten über Jahre hinweg erhalten. Die daraus entstehenden Pflanzen sind meist nicht sortenecht, sondern zeigen neue, oft reizvolle Farb- und Blütenvarianten. Nach der Blüte zieht sich das Laub der Akelei allmählich zurück. Später austreibende Stauden wie Sterndolden, Storchschnabel oder Lenzrosen gleichen diesen Rückzug aus und schaffen harmonische Übergänge im Beet.

Akelei · Aquilegia vulgaris 'White Barlow' © Gartenzauber

Akelei als Insektenpflanze

Mit ihren offenen Blütenformen ist die Akelei eine geschätzte Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere Bestäuber im Frühsommer. Besonders Wildbienen nutzen die frühen Blüten gern, wenn das Angebot im Garten noch begrenzt ist. Wie sich Akeleien gemeinsam mit weiteren Stauden zu durchdachten, bienenfreundlichen Pflanzungen kombinieren lassen, zeigen wir in unserem Blogbeitrag „Bienenfreundliche Stauden für Garten & Balkon“.

Akeleien im Gartenzauber-Shop

Im Gartenzauber Online-Shop findest du eine sorgfältig ausgewählte Auswahl an Akelei-Sorten – von klassischen Barlow-Akeleien über die elegante Akelei ‘Kristall’ bis zur kompakten Spring-Magic-Serie. Sie eignen sich für naturnahe Staudenbeete, halbschattige Gartenbereiche und romantische Pflanzkonzepte und entwickeln mit den Jahren ihren ganz eigenen, charmanten Charakter.

Achtung giftig!

Die Akelei ist in allen Pflanzenteilen giftig. Bitte achte besonders in Gärten mit Kindern oder Haustieren auf einen bewussten Umgang.

Text: Gartenzauber

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