Schafgarbe (Achillea millefolium) – Die filigrane Schönheit in zarten Farben
Die Schafgarbe Achillea millefolium ist eine der Sommerstauden, die ein Beet mit erstaunlich wenig Aufwand in eine leichte, sommerliche Farbharmonie verwandeln. Ihre grazilen Blütenstände bringen eine heitere, beinahe malerische Stimmung in naturnahe wie moderne Gartenbilder. Sie ist robust, vielseitig, ökologisch wertvoll und ein kleines Wunderwerk an Leichtigkeit.
Herkunft und botanisches Porträt
Die aus Europa und Asien stammende Schafgarbe zählt zu den traditionsreichsten Stauden unserer Kulturlandschaft. Als Vertreterin der Korbblütler (Asteraceae) findet man sie seit jeher auf Wiesen, Wegrändern und in naturnahen Gärten.
Die Staude wächst kompakt und aufrecht, erreicht etwa 60–80 Zentimeter Höhe und bildet dichte, flache Blütenteller aus hunderten kleiner Einzelblüten. Diese stehen in lockeren Dolden und schweben elegant über dem fein gefiederten, aromatisch duftenden Laub – ein charakteristisches Merkmal der Schafgarben und zugleich ein dekorativer Kontrast zu den zarten Blütentönen. Ihre Hauptblütezeit erstreckt sich von Juni bis August und sorgt in dieser Zeit für eine verlässliche, sommerliche Farbpräsenz im Beet.
Standort und Boden
Achillea millefolium liebt sonnige, warme Plätze, an denen sie ihre volle Farbintensität entfalten kann. Der Boden sollte eher nährstoffarm, gut durchlässig und leicht sandig bis lehmig sein – ideale Bedingungen, wie man sie aus Kiesgärten oder natürlichen, trockenen Standorten kennt. Auch wenn die Schafgarbe kurzen Trockenphasen mühelos standhält, reagiert sie empfindlich auf Staunässe und schwere Böden, die zu Lager und einem insgesamt schwächeren Wuchs führen können. Auf nährstoffreichen Standorten wächst sie zwar üppig, verliert jedoch an Standfestigkeit – ideal ist daher ein eher magerer Boden.
Am schönsten wirkt sie in kleinen Gruppen gesetzt, wo ihre filigranen Blütenteller ein harmonisches Farbband bilden. Zwischen Gräsern, Stauden oder in naturnahen Pflanzungen fungiert sie als sanftes Bindeglied, das Strukturen verbindet und Beete sichtbar auflockert.
Pflege und Kultur
Die Schafgarbe gehört zu den pflegeleichtesten Stauden für sonnige, warme Beete. Nach dem ersten Flor lohnt sich ein sanfter Rückschnitt, der nicht nur eine zweite Blüte anregt, sondern auch dafür sorgt, dass die Pflanzen kompakt und vital bleiben. Insgesamt zeigt sich die Schafgarbe äußerst genügsam: Hat sie ihren Platz einmal gefunden und ist gut eingewurzelt, benötigt sie nur wenig Wasser und kommt selbst in trockenen Sommern zuverlässig zurecht.
Auch langfristig bleibt sie eine treue Gartenbegleiterin. Eine Teilung alle zwei bis drei Jahre hilft, die Pflanze zu verjüngen und ihre Blühfreude zu erhalten. An geeigneten Standorten sät sie sich außerdem leicht selbst aus, ohne jedoch lästig zu werden – ein angenehmer Bonus für naturnahe Gärten. Krankheiten oder Schädlinge treten bei Achillea millefolium selten auf – ein weiterer Grund, warum sie in naturnahen und pflegearmen Gärten so geschätzt wird.
Die vertrockneten Blütendolden können über den Winter stehen bleiben und geben dem Beet Struktur, während sie gleichzeitig wertvollen Insekten Unterschlupf bieten. Ein Rückschnitt erfolgt idealerweise im Frühjahr vor dem neuen Austrieb.
Verwendung im Garten
Ob romantisches Staudenbeet, moderne Präriegestaltung oder ein klassischer Bauerngarten – die Schafgarbe fügt sich überall ein. Ihre zarte bis kräftige Farbigkeit harmoniert hervorragend mit Rosen, Lavendel, Katzenminze, Prachtkerzen, Gräsern oder Sonnenhut. Sehr stimmig wirkt sie außerdem neben Steppensalbei, Federgräsern, Skabiosen oder Wiesenknopf, die ihre Leichtigkeit besonders schön aufnehmen. Sie ist ein wunderbarer Begleiter, der Struktur schafft, ohne zu dominieren.
Auch als Schnittblume hat sie ihren festen Platz: Die stabilen Stiele und die lange Haltbarkeit der Blütendolden machen sie zu einem idealen Bestandteil sommerlicher Sträuße oder Trockenblumenarrangements.
Schafgarbe · 'Summer Pastels' · Achillea millefolium · Saatgut von Gartenzauber
Die winterharte Schafgarbe (auch bekannt als: Gemeine Schafgarbe, Wiesen-Schafgarbe, Tausendblatt) mit ihren zarten, pastellfarbigen Blüten und filigranem Laub ist eine bezaubernde Schönheit. Mit ihrer Farbvielheit in Rosa, Pink, Rot, Lila, Weiß und Gelb harmoniert sie wunderbar mit Wildblumen, Gräsern und anderen zarten Blüten und bringt Texturkontraste in Beete und Sträuße. Bienen und Schmetterlingen suchen sie gerne auf.
Details:
Ansaat im Haus/Gewächshaus: März bis April
Aussaat im Freiland: April bis Juni
Keimdauer: 10-15 Tage bei 20°C
Saattiefe: nur leicht mit Erde bedecken, Lichtkeimer!
Wuchshöhe: 60 cm
Pflanzabstand: 40 cm
Blütengröße: 5-10 cm
Blütezeit: Juni bis August
Boden: humusreich, trocken
Düngung: organischer Dünger, Langzeitdünger
Standort: Sonne
Wasserverbrauch: gering, keine Staunässe!
Anbautipps:
Nach der Ansaat sollte die Erde stets leicht feucht gehalten werden, sie darf keinesfalls austrocknen. Im Freiland mögen sie ein sonniges Plätzchen mit gut durchlässigem Boden. Um die Blütezeit zu verlängern, sollten verwelkte Blütenstände abgeschnitten werden. Im Winter benötigt die Schafgarbe keinen Schutz.
Verwendung:
Schnittblume
Bienenweide
Beutelinhalt:
Ca. 100 Samen
Kühl und trocken lagern.
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Entdecke, wie die Schafgarbe ihre schönsten Farben entwickelt, welche Standorte sie bevorzugt und welche Pflanzen besonders gut mit ihr harmonieren. Im Pflanzenportrait findest du alle Details rund um Aussaat, Pflege und stimmige Gestaltungsideen.
👉 Zum Pflanzenportrait der SchafgarbeWer die filigrane Schönheit der Schafgarbe selbst im Garten erleben möchte, findet die pastellfarbige Sortenmischung ‘Summer Pastels’ in unserem Gartenzauber-Onlineshop.
Aus Samen ziehen
Die Schafgarbe lässt sich ausgesprochen leicht aus Samen ziehen und eignet sich damit ideal für alle, die ihre Beete kreativ, großzügig und zugleich kostengünstig gestalten möchten. Ab März können die Samen in Schalen oder kleinen Töpfen vorgezogen werden, während eine Direktsaat ins Freiland ab April oder Mai möglich ist. Als Lichtkeimer benötigen die feinen Samen lediglich ein behutsames Andrücken, jedoch keine Deckschicht aus Erde. Bei gleichmäßig feuchtem Substrat zeigen sich die ersten Keimlinge bereits nach 10 bis 20 Tagen.
Sind die Jungpflanzen kräftig genug, lassen sie sich problemlos pikieren und später ins Beet setzen. Dort entwickeln sie rasch einen stabilen Wurzelstock und belohnen ihre Gärtnerinnen und Gärtner meist schon im ersten Sommer mit den ersten zarten Blütendolden.
Für Insekten und naturnahe Gärten
Die Schafgarbe ist eine wertvolle Nektar- und Pollenquelle für zahlreiche Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Besonders die offenen, gut zugänglichen Einzelblüten machen sie zu einem beliebten Treffpunkt für Bestäuber. Wer ihr einmal einen sonnigen Platz gibt, möchte ihre Leichtigkeit und Beständigkeit im Garten nicht mehr missen.
Text: Gartenzauber












