Unsere Hitzetipps

20. Juli 2017
Einige Pflanzen vertragen Hitze besser als andere: Sukkulenten mit ihren dicken, wasserspeichernden Blättern oder mediterrane Pflanzen wie Zitrusfrüchte, Taglilien oder Oliven verkraften Wärme sehr gut und lieben Sonne und Trockenheit. Schattenliebende Pflanzen oder welche mit großen, weichen und dünnen Blättern sind dagegen recht hitzeanfällig. Kübelpflanzen vor Wänden die Wärme lange speichern, können Überschusswärme nicht gut abgeben. Auch Rankpflanzen an Metallgittern leiden unter den hohen Temperaturen, da Metall die Hitze gut leitet.

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Gießen und Düngen:

Gießen Sie vorzugsweise morgens, wenn die Erde noch kühl ist und am besten immer nur auf den Boden und nicht auf die Blätter. Mittags verdunstet das Wasser zu schnell. Aber auch abends kann noch wunderbar gegossen werden. Allerdings lockt das auch Schnecken an, die abends aktiv sind und die sich auf feuchten Böden äußerst wohl fühlen. Außerdem sollten Sie lieber zwei bis dreimal die Woche richtig gießen, als öfters nur ein bisschen. Das macht die Pflanzen widerstandsfähiger.

Gemüsepflanzen:

Tomatenpflanzen müssen täglich gegossen werden. Achten Sie dabei aber darauf, dass Sie nicht auf die Blätter gießen. Junge Gemüsepflanzen sollten zum Beispiel mit Sonnensegeln oder Vlies vor der Mittagshitze geschützt werden. Dabei sollten die Pflanzen nicht abgedeckt werden, sondern nur für Schatten gesorgt werden. Achten Sie darauf, dass kein Hitzestau entsteht und die Luft ungehindert zirkulieren kann und dass die Erde nie ganz austrocknet.

 

Rasenpflege:

Momentan darf der Rasen ruhig ein bisschen länger sein – gerne auch bis zu 7 Zentimeter. So schafft er sich selbst ein wenig Schatten. Ist er zu kurz, verdunstet das Wasser noch schneller und der Boden trocknet aus. Gemäht sollte er nur am Abend werden, sonst trocknen die Schnittstellen schnell aus. Rasenflächen reagieren empfindlich auf längere Trockenperioden. Damit Rasen nicht braun wird oder gar abstirbt, sollte er einmal die Woche am besten morgens intensiv gewässert werden. Gießt man abends droht Pilzgefahr. Im Schnitt braucht Rasen 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche.

Gartenteiche:

Auch Gartenteiche in denen Pflanzen wachsen oder Fische leben, sollten vor der Hitze geschützt werden. Halten Sie das Wasser am besten mit Pumpen in Bewegung – so bleibt der Sauerstoffgehalt hoch und das Wasser wird gekühlt.

 

Vögel im Garten:

Um Wärmestau unter dem Gefieder zu regulieren, plustern Vögel sich auf oder hecheln ähnlich wie Hunde. Stellen Sie Vogeltränken als Bade- und Trinkgelegenheit am besten in schattigen Bereichen auf, damit unsere gefiederten Freunde sich jederzeit erfrischen können. Ein Bad ist nicht nur eine willkommene Abkühlung, sondern auch eine Gefiederpflege. Das Wasser sollte einmal am Tag gewechselt werden, da verschmutztes Trinkwasser zu Vergiftungen führen kann. Übrigens freuen sich auch Eichhörnchen oder Igel über flache Wasserschalen, die nicht höher als 8 Zentimeter sein sollten.

 

Tipps für Hundebesitzer:

Verlegen Sie Ihre Spaziergänge mit Ihrem Vierbeiner möglichst auf Feldwege oder Wiesen. So schützen Sie die sensiblen Pfoten. Der Asphalt heizt sich viel stärker auf als andere Bodenbeläge. Außerdem sollten Spaziergänge in der Mittagshitze möglichst kurz gehalten werden. Dafür sollte besser die Runde am Morgen oder am Abend länger werden.

TEXT: Victoria Wegner
Foto: 123RF

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